05. November 2016

Kulturpfad eröffnet

Nach 2 jähriger Vorbereitung wurde der Kulturpfad seiner Bestimmung übergeben

Am 26. Oktober, dem Nationalfeiertag, wurde der Kulturpfad der Dorferneuerung mit einer halbstündigen Feier eröffnet. Das Wetter war gnädig und es fanden sich fast 200 Besucher  ein.

Nachdem sie alle gemeinsam mit dem Chor „VielXang“ das Hennersdorf-Lied gesungen hatten, stellte Mag. Sabine Wiesmayer die Gruppe und das Projekt vor. Alles begann mit dem gemeinsamen Erarbeiten eines Leitbildes und der Zielsetzungen, wobei dann rasch als erstes großes Projekt die Darstellung historisch bedeutender Orte durch einen Kulturpfad hervorging. Nachdem man „über den Tellerrand“ geblickt und vergleichbare Pfade in anderen Gemeinden besichtigt hatte, wurden in intensiver Diskussion der mitwirkenden Bürgerinnen und Bürger zunächst 11 bedeutende Orte ausgewählt, zu jedem eine  Schautafel gestaltet, textiert  und ihre Umsetzung geplant. Zur Vertiefung wurde mittels QR-Codes auf ausführliche Informationen auf der  Homepage der Gemeinde verlinkt und für den gesamten Pfad ein Folder gestaltet.

Gemeindeberaterin DI Gabriele Bröthaler erläuterte die Sicht der regionalen Entwicklung und die Bedeutung solcher Projekte für den Zusammenhalt dörflicher Gemeinschaften. In der Dorferneuerung haben die Ortsbewohner die Möglichkeit,  die Zukunft ihres Lebensraumes mitzugestalten. Die Gemeindeführung kann das kreative Potenzial der Bevölkerung nützen. In Summe ist das eine für das Land wünschenswerte Entwicklung und daher wird die Dorferneuerung auch gefördert.

 

Foto: "Peter Papazek"

 

 

 

Im Hauptreferat begann  die Historikerin Dr. Ingrid Ganster ihren erzählerischen Bogen zunächst mit der Hennersdorfer  Frühgeschichte. Immerhin ist die 1150 erbaute romanische Kirche eine der ältesten Kirchen Niederösterreichs. Bemerkenswert ist daran, dass der Altar später auf die Westseite verlegt wurde. Dann erwähnte sie bedeutende Ereignisse in Zusammenhang mit den auf den Tafeln beschriebenen Orten, etwa als besonders tragisches die Zerstörung der Schule durch einen Bombenangiff im Jahr 1944, wobei Lehrer und Kinder den Tod fanden. Sie schloss ihren Vortrag mit den in den Hennersdorfer Wappenfarben ausgedrückten Lebensgrundlagen: Die grüne Farbe mit der Ähre soll die landwirtschaftliche, die rote die industrielle und die gelbe die kulturelle Bedeutung, insbesondere die der Kirche,  für den Ort hervorheben. Sie drückte ihre klare Überzeugung aus, dass die Chance für künftiges gutes Zusammenleben nicht zuletzt aus dem  Verständnis für die Geschichte entsteht.

Es folgte die offizielle Eröffnung durch Bürgermeister Ing. Ferdinand Hausenberger, wobei er die Gruppe zu weiteren erfolgreichen Projekten anspornte. „Ich freue mich, dass ich heute den Hennersdorfer Kulturpfad eröffnen durfte, und darf mich bei der Hennersdorfer Dorferneuerung für das große Engagement und die unzähligen Stunden die für die Ideenfindung, Konzeption und die Umsetzung des Pfades aufgewendet wurden, sehr herzlich bedanken", so Bgm. Ing. Ferdinand Hausenberger.

Zum Abschluss stimmten  dann alle Teilnehmer die Bundeshymne an.