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Der Igel ist seit über 20 Jahren das Wappentier der Umweltbewegung „Natur im Garten“ und der Inbegriff eines ökologisch gepflegten Gartens. Ein ausgewachsener Igel hat eine Körperlänge von bis zu 30 Zentimeter, wiegt bis zu eineinhalb Kilogramm und besitzt bis zu 7.500 Stacheln.
Gefahr durch Rasenroboter
Tierärzte und die österreichische Igelhilfe berichten in der letzten Zeit immer häufiger von verletzten oder verendeten Igeln als Folge von Unfällen mit Rasenrobotern. Aufgrund des fehlenden Fluchtreflexes der Igel kann es zu folgenschweren Kollisionen und Verletzungen mit Rasenrobotern kommen. Denn Igel ziehen bei drohender Gefahr zuerst den Kopf ein, im nächsten Schritt rollen sie sich zusammen. Wenn Sie einen Rasenroboter besitzen, dann nehmen Sie diesen nur tagsüber in Betrieb, um die nachtaktiven Igel zu schützen.
Elektrorasenmäher als beste Lösung
Sollten sich die Hobbygärtnerinnen und Hobbygärtner im Frühjahr einen neuen Rasenmäher zulegen wollen, dann rät „Natur im Garten“ zu einem elektrischen Rasenmäher zu greifen: Elektrorasenmäher sind leiser, einfacher zu handhaben und es entfallen gesundheitsgefährdende Abgase im Vergleich zu einem Benzinrasenmäher. Beim Mähen unter Hecken und Vorsprüngen muss vorab kontrolliert werden, ob es sich nicht Igel oder andere Nützlinge bequem gemacht haben.
Der Naturgarten als Igelparadies
Als Bewohner reichstrukturierter und kleinräumiger Landschaften sind nahrungsreiche Hecken oder Blumenwiesen, Gebüsche mit dichtem Unterwuchs, aber auch offene Flächen in naturnahen Gärten, an Bächen und Waldrändern für Igel lebensnotwendig. Hier finden sie, was sie zum Leben brauchen: Schlafplätze und Nahrung. Alternativ können die Gärtnerinnen und Gärtner ein „wildes Eck“ im Garten schaffen.
Als Insektenfresser stehen neben Käfern, Raupen und anderen Insekten auch Würmer, Spinnen und Schnecken auf ihrem Speiseplan. Je nach Angebot fressen Igel aber auch Aas, Eier oder Fallobst, allerdings nicht als Hauptnahrung. Igel sind standorttreu, das bedeutet, wenn möglich bleiben sie im Laufe ihres Lebens im selben Gebiet. Reisig-, Laub- oder lockere Steinhaufen, Plätze unter Gartenhütten und Baumwurzeln oder ein hohler Stammabschnitt in einem ungestörten Garteneck bieten im Sommer ein sicheres Tagesversteck.
Finger weg von Pestiziden
Mit kurz geschnittenem Zierrasen und naturfernen Nadelgehölzpflanzungen finden sich die stacheligen Gesellen dagegen nicht zurecht. Insbesondere die Verwendung von chemisch-synthetischen Pestiziden wirkt sich negativ auf den Igelbestand aus, weil sich die Giftstoffe in der Nahrungskette anreichern. Auch niedrig gesetzte Maschendrahtzäune oder zu eng montierte Zaunlatten können Igel nicht überwinden.

Informationen zum naturnahen Gärtnern erhalten Sie unter www.naturimgarten.at oder
beim „Natur im Garten“ Telefon 02742/74 333.