Wildgansgasse

Nördlich der Hauptstraße am Ortsende Richtung Leopoldsdorf, östlich der Karl-Heinrich-Waggerl-Gasse.

Gemeinderatsbeschluss 17. Dezember 1996.

Anton Wildgans, geboren am  17. April 1881 in Wien 3, Radetzkystraße 6, Matthäusgasse 1 (Gedenktafel, enthüllt am 17. April 1936), gestorben am 3. Mai 1932 in Mödling, Andergasse (Kowatschitschgasse). Schriftsteller und Dichter. Seine künstlerische Entwicklung ging vom Naturalismus über den Symbolismus bis zum Expressionismus. Die von ihm geschaffene Lyrik anfangs unter dem Einfluss von Rilke und Hofmannsthal stehend, erfuhr aber bald durch realistische Naturnähe, Anmut und Musikalität persönliche Prägung; seine Liebe zur Landschaft und Verbundenheit mit seiner Heimatstadt kommen in ihr zum Ausdruck.

Lebenslauf: Besuch des Piaristengymnasiums, Jusstudium, 1908 Dr. jur., 1910/1911: Gerichtspraktikant im Staatsdienst, danach Laufbahn als freier Schriftsteller. 1921/1922 und 1930/1931 Direktor des Burgtheaters.

Werke: Zu seinen bekanntesten Werken zählen seine lyrischen Arbeiten „Vom Wege“ (1903), „Herbstfrühling“ (1909), „Und hättet der Liebe nicht“ (1911), „Die Sonette an Ead“ (1913), „Das große Händefalten“ (1914), Österreichische Gedichte (1914/1915), „Mittag“ (1917), Dreißig Gedichte (1917) Wiener Gedichte (1926), seine Dramen („In Ewigkeit Amen“ (1913) „Armut“ (1914) „Liebe“ (1916) „Dies Irae“ (1918), „Kain“ (1919), sein Hexameterepos "Kirbisch" (1927), seine autobiographische Prosa "Musik der Kindheit" (1928) und die "Rede über Österreich" (1929).

Ehrungen: "Anton Wildgans Preis der Österreichischen Industrie",  1962 das erste Mal vergeben. Die Mödlinger Villa befindet sich noch im Besitz der Nachkommen.
Wildgansdenkmal, Wildgansplatz und Wildganshof in Wien 3, . "Wildgans-Eiche" in Wien 8, Schönbornpark; gepflanzt 1934; Wildgans-Gesellschaft.